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Afghanen   Ergebnisse

2002

 

Hallo

 

Frau Diotima Schäfer hat mir Ihren Bericht über die Ausstellung am 12.05.2002 in Issum zugesendet.

Ich habe Ihr Statement unverändert abgeschrieben.

Vielen Dank an Frau Schäfer für diesen Bericht.

Bernd Fabig, Webmaster www.afghanen.de

 

 

 

 

Lieber Herr Fabig,

 

leider komme ich erst heute dazu einige Worte über „Issum“ zu schreiben, zuviel lag an in der vergangenen Woche. Außerdem ist mein Korrekturband zu Ende und ich wollte erst wieder eines besorgen – habe dies natürlich nicht geschafft. Da meine Maschine ab und zu spinnt und hüpft, werden Sie nun mit den Fehlern leben müssen. Ich entschuldige mich mal im voraus. Vielen Dank auch für die 2 schönen Fotos, so habe ich auch eine Erinnerung. Zuerst mal möchte ich meine Freude über die gute Meldezahl ausdrücken, denn im Moment klagen alle Veranstalter über nachlassende Teilnehmerzahlen.

Sehr erfreut war ich auch über die hohe Qualität der ausgestellten Afghanen. Man konnte es ja an meinen Wertnoten sehen, innerhalb des Standards die verschiedenen Typen waren durchweg korrekt. Es fiel mir auf, dass sehr viel mehr „Rote“(OM-Afghanen) vertreten waren, die sehr einheitlich und von bestem Typ waren. Sicherlich manchmal auch mit einem etwas stärkeren – aber zum Typ passenden Kopf.

Hier „unten“ bei uns stehen die ausgestellten Afghanen – vielleicht durch die Nähe Frankreich, Italien, Schweiz, Österreich, Slovakei – aus viel mehr Mischtypen mit amerikanischen und skandinavischen Blutlinien. Die durchaus ihren Reiz haben – es gibt ganz vorzügliche Rassevertreter. Da ich ja selbst seit Jahrzehnten die ganze Typenvielfalt zuhause habe, macht es mir keine Schwierigkeiten hierin die Qualität zu erkennen, dadurch habe ich mit „Farbe“ auch gar keine Probleme.

In Issum war schon die Jüngstenklasse eine Freude, beide sehr ringerfahren, schon mit prima Bewegungsablauf. Ich war froh nicht platzieren zu müssen und konnte so beide zum Ehrenring entsenden.

Die Jugendklasse Rüden war bei V 1 und V 2 eine Augenweide. Sehr harmonisch entwickelt, diszipliniert und von ganz freundlichem Verhalten. Ich entschied mich bei dem V1 für „Elasur-Lisu of High Society“, knapp vor „Elyashan v. Katwiga“ da dieser im Format kürzer ist – der Zweitplazierte – sehr edel – wird denke ich letztendlich der größere Rassevertreter werden. Im Moment wirkte der Erstplazierte dadurch etwas geschlossener im Gebäude. Wie ich hörte, wurde er im Ehrenring zum Jugend-BIS gekürt, was mich natürlich erfreute. Die Offene Klasse Rüden war von ganz großer Qualität – wie erwähnt – ganz verschiedene Typen. Es tat mir leid nur 4 Rüden platzieren zu können und ich bin mir sicher, dass es für einige davon auf anderen Veranstaltungen anders ausgehen wird. Meine „4“ haben mich anatomisch sehr überzeugt, sehr schöne Köpfe hatten der V 1 und der V 3 Rüde. Der schwarze „Nausikaa’s Yucatan“ der ja vor Jahren bei mir schon mal eine Jugendklasse gewonnen hatte, berührte mich sehr durch seine inzwischen erworbene Würde und seine ausgereifte Anatomie, seine Bewegungen waren sehr federnd und ausgeglichen. Alle vier platzieren hatten eine wunderbare Aktion – es war eine Freude.

Das Res. CAC ging aber dann in die Gebrauchshundeklasse, die sehr eindrucksvoll war. Kaum zu bremsen war der Schwung vom V 1 Rüden „Absorba’s Listen to Me“, der hart verfolgt von dem schönen V 2 Rüden „Chamun v. Katwiga“ das Res. CAC erlief. Ein Höhepunkt war zweifellos das Auftreten des Rüden der Siegerklasse „Yoshua v. Katwiga“ der eine ungeheure Ausstrahlung hat, ganz ausgereift ist, von hohem Adel. Er bewegte sich wie ein König im Ring. So dass der immer noch ungemein beeindruckende  Veteranen-Rüde „Zyrus of High Society“ und der CAC-Rüde den „Besten Rüden“ und später auch BOB – an ihn abgeben mussten. Ich denke aber, dass dies alle verstanden haben.

Bei den Jüngstenklasse Hündinnen ist die einzige Vertreterin  „Have-Lee v. d. Irminsul“, eine niedliche Domino-Hündin noch wirklich sehr kindlich und ringunerfahren. In der Jugendklasse gab es für die beiden Junghündinnen „V“ wobei erst die 10 Monate alte „Nari Pachacumac“ einen bestechenden Auftritt ablieferte. Sie ist rundherum perfekt, man hätte sie am Liebsten mitgenommen. Sie lief sich in alle Herzen. So nahm sie der ebenfalls sehr disziplinierten, älteren „Vathma-Hari Shams-an-Nahar“ das V 1 weg. Der V1 Jugendklasse-Rüde – natürlich etwas reifer – schnappte sich nur ganz knapp vor ihr den Jugend-BOB. Beide sind sicherlich Hunde mit großer Zukunft. Die Offene Klasse Hündinnen war mit vorzüglichen Hundedamen besetzt, so dass die Wertnoten – bis auf eine – alle „V“ ausfielen. Diese einzige „SG-Hündin“ bekam diese Wertnote auch nur, weil sie beim „Zähnezeigen“ Schwierigkeiten machte, sie war etwas zu gut genährt, aber von schönem Typ. Meine

 „4-platzierten“ hatten sich hervorragend präsentiert. Geleuchtet in ihrer hellen Farbe auf der grünen Wiese und mit viel Schwung aufgetreten, hatte die V 1, CAC-Hündin, später auch „Beste Hündin“, die trotz ihrer Jugend schon sehr erfolgreiche „Wind Against Pleasure in New York“, keine Probleme ihre Vorzüge zu zeigen. Ich bewunderte, dass Frauchen dieses Tempo mithielt.

Sehr gefallen hat mir auch die V 2-Hündin „Dschaina v. Katwiga“; die das Res. CAC erhielt. Wie ich später im Katalog feststellte, ist sie die Schwester zu dem V 3 Rüden der Offenen Klasse „Dschabalpur v. Katwiga“ beide mit diesen schönen Köpfen und Ausdruck. Ein schönes Geschwisterpaar. In der Gebrauchshundeklasse Hündin gab es eine im Format etwas „längere“ Vertreterin, die aufgrund ihrer hervorragenden Vorhandwinkelung und auch der prima gewinkelten Hinterhand sowie eines sehr schönen Bewegungsablaufes sich ein V 1 erlief. Sehr ans Herz ging mir auch das Auftreten der Seniorin „Nausikaa’s Tiamora“, die ich schon seit Jahren immer wieder gesehen und auch gerichtet habe. Welche Würde strahlen doch unsere „Alten Afghanen“ aus, sie haben ein ganz eigenes Flair. Sie sah wunderschön aus, konnte natürlich beim Stechen um die beste Hündin nicht auf dem jugendlichen Elan der CAC-Hündin mithalten – aber im Ehrenring konnten wir sie – wie ja auch „Zyrus“ entsenden. Ich freue mich immer sehr, wenn unsere Veteranen gezeigt werden, sie haben es verdient und es sollte für alle Züchter der Begriff der „Altersfrische“ einen hohen Wert darstellen.

 

Es war eine schöne Ausstellung, Gott sei Dank hat das Wetter mitgespielt und ich denke, die Stimmung war nicht schlecht. Besonders gefreut hat es mich, als nach dem Richten 2 Damen zu mir kamen und sich bedankten, „ich hätte ihnen als Neulinge jegliche Nervosität weggenommen“ – „ich sei ein lieber Mensch“!

Ja, manchmal tut ein wenig Anerkennung auch ganz gut, so konnte ich meine so lange (fast 600 km) nächtliche Heimfahrt gut gestimmt absolvieren.

 

Liebe Grüße

 

D. Schäfer