Nahrungsmittel
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Wirkung
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Dosierung
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Zwiebel
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Die Schwefelverbindungen (Disulfide) in der
Zwiebel (roh, gekocht, getrocknet) zerstören die roten Blutkörperchen
der Tiere (Hämolyse). Sie verhindern, daß der Blutfarbstoff Hämoglobin
Sauerstoff transportiert und schädigen damit die Erythrozytenmembran
und die Bildung von Methämoglobin.
Warum Zwiebeln für den menschlichen Organismus nicht letal sind,
konnte bisher noch nicht ausreichend erforscht werden. Man nimmt jedoch
an, daß schützende Moleküle wie Katalase oder Gluthation
dafür verantwortlich sind.
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Es wirken sich bereits 5-10 g/kg KM rohe
Zwiebeln toxisch aus. Eine mittelgroße Zwiebel kann für einen
fünf Kilogramm schweren Hund tödlich sein. Die Vergiftung äußert
sich zunächst in Erbrechen und Durchfall, nach 1 - 3 Tagen folgen die
Symptome der hämolytischen Anämie (Blutarmut durch Zerstörung
der roten Blukörperchen): Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, blasse
Schleimhäute, schnelle Atmung und schneller Puls. Nach Einstellung
der Zwiebelfütterung tritt Erholung in der Regel innerhalb einer Woche
ein.
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Knoblauch
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Knoblauch als Zwiebelgewächs enthält
ebenfalls diese Inhaltsstoffe, die in üblichen Mengen für den
Menschen nicht giftig sind (z.B. das N-Propyldisulfid), führen aber
beim Hund und bei der Katze zu lebensbedrohlichen Blutbildveränderungen.
In den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) führt N-Propyldisulfid
aus Knoblauch und Zwiebel zur Bildung von sogenannten Heinz-Körpern,
die zum Aufplatzen der Blutzellen führen.
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Bei einer Aufnahme größerer Mengen
von Knoblauch oder Zwiebeln, aber auch bei einer regelmäßigen
Fütterung kleiner Mengen führt dieser Inhaltsstoff zu lebensbedrohlicher
Anämie (Blutarmut). Schädlich sollen mehr als 4g Knoblauch pro
kg pro Tag sein (also erst schädlich im Übermaß,
wie so vieles andere auch).
Eine Wirkung gegen Flöhe, Würmer und Zecken ist nicht nachgewiesen. |
Hülsenfrüchte
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Hülsenfrüchte führen durch ihren
sehr hohen Faser- und Eiweißgehalt zu Überaktivität der Darmbakterien.
Dies kann Bauchkrämpfe und eine unangenehm gesteigerte Darmwinde ("Flatulenz")
bewirken. Zudem enthalten manche Hülsenfrüchte Fermenthemm- stoffe,
die die Eiweißverdauung behindern (z.B. Sojabohnen).
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Avocado:
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Warum die Frucht für Tiere giftig ist,
weiß man nicht. Giftig ist nicht nur das Fruchtfleisch sondern auch
der Kern.
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Giftwirkung auf das Herz.
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Kakao
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Das darin enthaltene Theobromin (Bestandteil
der Kakaobohne, ein Alkaloid, das mit dem Koffein verwandt ist) wirkt wie
beim Menschen aufputschend. Allerdings können Hunde Theobromin weit
langsamer abbauen als Menschen. Herzversagen ist die Folge. Daher ist Zartbitterschokolade
und -kuvertüre (hoher Kakaoanteil) am giftigsten, Milchschokolade am
wenigsten. Je nach Kakaogehalt sind etwa 60g Milchschokolade pro kg Körpergewicht
bzw. 8g Blockschokolade pro kg Körpergewicht (d.h. 100g Blockschokolade
für einen 12 kg-Hund) können einen Hund vergiften, evtl. töten.
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Die tödliche Dosis liegt bei 100 Milligramm
pro Kilogramm Körpergewicht. Doppelt so viel ist schon in einer Tafel
Vollmilchschokolade enthalten. Bereits 30 g einer ungesüssten Kochschokolade
können für einen jungen Hund tödlich sein. Eine Tafel Vollmilchschokolade
kann einen Pekinesen töten und eine Tafel Edelbitter bereitet auch
mittelgroßen Hunden den Garaus.
Auch hier reagieren die Tiere mit Durchfall und Erbrechen, später
kommen zentralnervöse Störungen (Zittern, Krämpfe, Lähmungen
der Hintergliedmaßen, Bewusstseinsstörungen) hinzu.
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Nüsse
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Nüsse sind für Hunde von Nachteil,
da sie einen hohen Phosphorgehalt haben und deswegen leicht zu Blasensteinen
oder Störungen des Knochenstoff- wechsels führen können.
Walnüsse sind sogar giftig.
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Schweinefleisch
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Roh kann es gefährlich werden. Es enthält
oft das Aujetzki-Virus, ein für den Menschen unproblematisches Herpesvirus,
das für Hunde (und auch Frettchen) tödlich und für viele andere
Tiere gefährlich ist. Deshalb sollte das Fleisch vor der Verfütterung
erhitzt werden.
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Schimmel
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Es gibt sehr viele Arten von Schimmelpilzen,
die auf vielen Pflanzen wachsen und auch in Nahrungsmitteln (z. B. Brot)
vorkommen. Die Gefährlichkeit der einzelnen Pilzgifte ist sehr unterschiedlich
ausgeprägt, das Vergiftungsbild ist nicht einheitlich. Von besonderer
Bedeutung sind die sog. "Aflatoxine". Sie sind Inhaltsstoffe des Kolbenschimmels
(Aspergillus flavus). Am giftigsten ist das Aflatoxin B1.
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Bereits fünf tausendstel Gramm (5 mg)
können einen Welpen töten! Appetitlosigkeit, Muskelschwäche,
Wachstumsminderung können bei kleineren aufgenommenen Giftmengen auftreten.
Letztlich kommt es zu schwerer Leberdegeneration, die zum Tod führt.
Wird dieses Lebergift in sehr kleinen Mengen über längere Zeit
eingenommen, so führt es zur Entstehung von Leberkrebs und kann Mißbildungen
im Embryo auslösen. Also: Vorsicht mit verschimmelten Lebensmitteln!
Kein verschimmeltes Brot an Hunde verfüttern!
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Nikotin
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Die Aufnahme des Giftes erfolgt in der Regel
durch Kauen bzw. Fressen von Zigaretten oder Kautabak. Dabei sind in erster
Linie Welpen betroffen, da diese wesentlich neugieriger sind als ältere
Tiere und alles mögliche ausprobieren.
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Anfangs kommt es zur Erregung, später
zur Lähmung des Gehirns: Muskelzittern, Speicheln, Erbrechen, erhöhte
Herz- und Atemfrequenz, Krämpfe, Bewegungsstörungen und Kreislaufkollaps.
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