| Schilddrüsenunterfunktionen allgemeiner Artikel |
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| Was ist
die Schilddrüse, von welchen Krankheiten kann sie befallen werden, wie wird die Krankheit diagnostiziert und wie kann man sie behandeln? Die folgende Internetseite fasst alles, was man allgemein über die Schilddrüse wissen sollte, zusammen: http://www.do-khyi-treff.de/1.18-Gesund.htm Achtung: Die angebenen Werte beziehen sich auf die Tibet-Dogge (Do-Khyi). Canine
Glandula Thyroidea
ist eine endokrine (in den Blutkreislauf absondernde) Drüse. Sie besteht aus zwei Organen, die links und rechts neben der Luftröhre (Trachea) unterhalb des Kehlkopfes (Larynx) liegen und nicht tastbar sind. Eine Besonderheit beim Hund ist das Vorkommen von akzessorischem (zusätzlichem) Schilddrüsengewebe vor allem entlang der Luftröhre und im Gebiet der Herzbasis, das neoplastisch (krebsartig) entarten kann. Anders als beim Menschen hat die Schilddrüse des Hundes keinen verbindenden Steg, den sogenannten Isthmus. Die Schilddrüsen sind ein
lebenswichtiges, hormonbildendes Stoffwechsel– Regulationsorgan
und von signifikanter Bedeutung für den Körper. Sie bilden,
speichern und sezernieren (scheiden aus) die Hormone Trijodthyronin
(T3) und Tetrajodthyronin (T4). Wie aus der Bezeichnung der Hormone
bereits hervorgeht, ist Jod ein wesentlicher Bestandteil. Blutkreislauf. Dieses Aminosäure–Hormon
übt seine biologische Aktivität meist über die Monodejodierung
zum T3 Blutkreislauf.
Dieses Aminosäure–Hormon übt seine biologische Aktivität
meist über die Monodejodierung zum T3 (Trijodthyronin) aus. Das
bedeutet, dass T4 ein Jodatom abgibt und zum T3 wird. 1. Die Schilddrüsenhormone
T4 und T3 haben einen
umfassenden Einfluss auf den Eiweiß–, Kohlenhydrat– und Fettstoffwechsel,
sowie den Grundumsatz, die Wärmeproduktion und die Aktivitäten
des vegetativen Nervensystems. Darüber hinaus werden die Schilddrüsenhormone
für die körperliche Entwicklung und das psychische Wohlbefinden
gebraucht. 2. Der hormonelle
Regelkreis der Schilddrüse
ist ein großer, selbstregulierender Rückkopplungsmechanismus im Körper, der die Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen kontrolliert. Die Regulation der Schilddrüsenhormone erfolgt über die Achse: Hypothalamus – Hypophyse – Schilddrüse. Diese Regulation wird durch Wechselwirkung mit der Umwelt (z.B. Wohnort, Klima, Jahreszeiten), individuellen Vorraussetzungen (z.B. Geschlecht, Alter) und verschiedenen biologischen Faktoren (z.B. Ernährungs– und Gesundheitszustand, Medikamente) bewirkt, wobei alle Komponenten zusammen einen Regelkreis bilden. Die übergeordnete „Zentrale" der Schilddrüse liegt im Hypothalamus, einem Teil des Zwischenhirns, der für die Produktion des TRH (Thyreotropin Releasing Hormon) verantwortlich ist. Dem Hypothalamus „untergeordnet" ist die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), die im Hinterkopf, in der Sella, dem sogenannten Türkensattel eingebettet liegt. Sie produziert das Hormon TSH (Thyroidea Stimmulierendes Hormon). Die wichtigste Aufgabe des TSH ist die Regulation der Synthese (Aufbau) und Sezernierung (Ausschüttung) der Hormone T4 und T3. Dies geschieht über das sogenannte negative Feedback, das folgendermaßen funktioniert: Bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen sinkt der Hormonspiegel der Schilddrüsenhormone T4 und T3 im Blut Bei einem Mangel an Schilddrüsenhormonen sinkt der Hormonspiegel der Schilddrüsenhormone T4 und T3 im Blut unter den Normwert. Dies wird sofort vom Hypothalamus registriert und alles daran gesetzt den Hormonspiegel wieder auf den Normalwert anzuheben. Dazu wird vermehrt TRH freigesetzt, welches bewirkt, dass in der Hypophyse TSH zunehmend an das Blut abgegeben wird. Das TSH erreicht über den Blutweg die Schilddrüsen und stimuliert, wie sein Name bereits sagt, die Produktion der Schilddrüsenhormone T4 und T3, welche nun vermehrt an das Blut abgegeben werden. Somit steigt der Hormonspiegel im Blut wieder auf einen Normalwert. das Blut abgegeben werden. Somit steigt der Hormonspiegel im Blut wieder auf einen Normalwert.Bei einem Überschuss an T4 und T3 läuft der Prozess gegensätzlich ab. Daraus folgt: Ein hoher T4– und T3 Spiegel im Blut bewirken eine geringere TRH Ausschüttung im Hypothalamus, die wiederum eine geringere TSH Ausschüttung in der Hypophyse zur Folge hat. Weniger TSH im Blut führt nun dazu, dass die Schilddrüsen weniger stimuliert werden und infolgedessen weniger Schilddrüsenhormone produzieren und die T4– und T3 Spiegel im Blut sinken. 3. Klinische
Zustände der Schilddrüse
Solange der selbstregulierende
Rückkopplungsmechanismus funktioniert und die Basalwerte von T4
und T3 im Normbereich Solange der selbstregulierende Rückkopplungsmechanismus
funktioniert und die Basalwerte von T4 und T3 im Normbereich liegen
spricht man von einer Euthyreose oder normalen Schilddrüsenfunktion.
Werden jedoch durch pathologische Zustände entweder zu viel oder
zu wenig Schilddrüsenhormone produziert, so spricht man einerseits
von einer Hyperthyreose
oder
Hypothyreose
Schilddrüsenüberfunktion und anderseits
von einer oder
Schilddrüsenunterfunktion.3.1 Die Euthyreose bezeichnet die gesunde Funktion der Schilddrüse. 3.2 Die Hyperthyreose
(Schilddrüsenüberfunktion) Der Schilddrüsenunterfunktion können unterschiedliche Organerkrankungen im Regelkreis zugrunde liegen. In Abhängigkeit von Der Schilddrüsenunterfunktion können unterschiedliche Organerkrankungen im Regelkreis zugrunde liegen. In Abhängigkeit von diesen unterscheidet man in erworbene, kongenitale, primäre, sekundäre und tertiäre Hypothyreosen. 3.3.1 Erworbene Hypothyreosen können durch Jodmangel in der Nahrung oder durch Viruserkrankungen entstehen. 3.3.2 Kongenitale (angeborene) Hypothyreosen werden z.B. durch Jodmangel oder Enzymdefekte hervorgerufen. Bei schweren Hypothyreosen werden die Welpen tot oderwerden z.B. durch Jodmangel oder Enzymdefekte hervorgerufen. Bei schweren Hypothyreosen werden die Welpen tot oder lebensschwach geboren. Sie weisen Kröpfe und aufgeschwemmte, ödematöse Haut auf. Die meisten totgeborenen Welpen werden ohne weitere Untersuchungen beseitigt. Die lebensfähigeren Welpen können massive Wachstumsstörungen aufweisen. Besteht die Hypothyreose schon während der embryonalen Entwicklung (hypothyreote Mutter) führt dies zur Schädigung des Fötus und somit zum Kretinismus, einer schweren Entwicklungsstörung des Nervensystems und zu einer "geistigen" Retadierung. Ebenso ist das Skelettsystem betroffen – z.B. kurzer, kyphotischer (nach innen gekrümmter) Rücken, gedrungener Hals, dicke, zu kurze Vorderpfoten, schmächtige Hinterhand. Als weitere Ursachen werden auch Fehlbildungen in Hypophyse oder Hypothalamus angenommen, die jedoch beim Hund selten vorkommen. Bei der kongenitalen Hypothyreose ist eine genetische Disposition sehr wahrscheinlich. 3.3.3 Die primäre Hypothyreose Zirka 95 Prozent aller Hypothyreosen sind primär, d.h. die Schilddrüse selbst ist das erkrankte Organ, das durch angeborene Zirka 95 Prozent aller Hypothyreosen sind primär, d.h. die Schilddrüse selbst ist das erkrankte Organ, das durch angeborene und/oder ererbte Abnormalitäten wie z. B. Autoimmunerkrankung, idiopathische Atrophie (das Gewebe schrumpft, ohne dass man die Gründe kennt), Entzündungen, Traumata oder degenerative bzw. krebsartige Veränderungen nicht genügend Hormone bilden kann. Diese hormonelle Fehlfunktion wirkt sich sowohl auf das Verhalten wie auf das Äußere des Hundes aus. Das Krankheitsbild entwickelt sich in den meisten Fällen sehr langsam, aber stetig progressiv weiter. Da die Schilddrüsen über hohe Reservekapazitäten verfügen, werden die Symptome einer Unterfunktion erst bemerkt, wenn bereits zweidrittel der Schilddrüsenfunktion ausgefallen ist. Dieser Degenerationsprozess kann Monate bis Jahre dauern (Radjai-Ordoubadi,2002). Selten entwickeln sich die Symptome vor dem zweiten Lebensjahr, meist sind Tiere zwischen dem dritten und achten Lebensjahr betroffen. Durch züchterische Einflüsse erkranken zunehmend auch jüngere Hunde, insgesamt eher mittelgroße bis große Hunde (Rassen). Insgesamt sind Rüden wie Hündinnen gleichermaßen betroffen, aber ein leichter Anstieg bei kastrierten Hündinnen ist zu beobachten. Beim Dokhyi liegt das durchschnittliche Erkrankungsalter bei zirka drei Jahren. Das würde bedeuten, dass die Hypothyreose beim Dokhyi eine Erkrankung des juvenilen, ein– bis zweijährigen Hundes ist. Autoimmunerkrankung oder
Autoimmun–Thyreoditis:
bedeutet, dass das körpereigene
Abwehrsystem das eigene Schilddrüsengewebe nicht akzeptiert und zerstörerisch
angeht. Im Blut werden Antikörper gegen
Schilddrüsengewebe und Kolloid (Reservedepot für
die Schilddrüsenhormone) gefunden, die für eine
Schrumpfung oder aber auch Vergrößerung des Gewebes
sorgen. Infolge dessen kommt es zu einer chronischen Entzündung
– es werden immer mehr Zellen zerstört, wodurch immer
weniger Schilddrüsenhormone produziert werden können. Am
Ende besteht i.d.R. eine Atrophie (Schwund) und die Aplasie
(Fehlen) der Schilddrüsen. Im Gegensatz zum Menschen ist
der Antikörper–Spiegel im Blut des Hundes nicht so
aussagekräftig weshalb die Diagnose auch schwerer fällt.
Ebenso findet man keine Struma (Kropf) beim Hund. Man geht
davon aus, dass genetische Dispositionen die Krankheit auslösen
und sieht einen Zusammenhang mit anderen, ebenfalls Autoimmun–Krankheiten
wie z.B. Diabetes mellitus und chronischem Rheumatismus.Idiopatische Atrophie:
bedeutet, dass ein nichtentzündlicher
Prozess für den fortschreitenden Verlust des Schilddrüsengewebes verantwortlich ist, wodurch es zu einer Schilddrüsen- schrumpfung kommt. Die Ursachen liegen wahrscheinlich auch in genetischen Faktoren. 3.3.4 Sekundäre Hypothyreose ist eine krankhafte Störung im Hypothalamus, der durch Ausschüttung von TRH die Produktion von TSH in der Hypophyse lenkt. Die tertiäre Hypothyreose ist beim Hund nicht bekannt bzw. beschrieben worden. 4. Symptome der Hypothyreose Wie eingangs bereits dargestellt, wirken die Schilddrüsenhormone im gesamten Stoffwechsel und sind somit für den Organismus Wie eingangs bereits dargestellt, wirken die Schilddrüsenhormone im gesamten Stoffwechsel und sind somit für den Organismus unverzichtbar. Aus diesem Grund können bei einer Hypothyreose viele Organe betroffen sein, so dass die klinischen Anzeichen sehr vielgestaltig und zum Teil auch unspezifisch sind. Das bedeutet, dass eine große Anzahl an Symptomen gleichzeitig auftreten oder vorherrschen können, wodurch das Krankheitsbild weniger deutlich oder sogar irreführend sein kann. Übersicht der Symptome, die bei einer Hypothyreose auftreten können: 4.1 Verhalten:- Apathie – Teilnahmslosigkeit mit „depressivem" Gesichts– und Augenausdruck – ein junge Hund wirkt plötzlich sehr alt - Lethargie (Antriebsschwäche) - Trägheit - verminderte Ausdauer - vermehrtes Schlafbedürfnis - Reizbarkeit - Aggression – „Dr. Jeckyll – Mr. Hyde – Syndrom" 4.2 Haut & Haar: - struppiges, glanzloses und schütternes Haarkleid frühzeitiges Ergrauen mit struppiges, glanzloses und schütternes Haarkleid frühzeitiges Ergrauen mit brüchigem Oberhaar, besonders an Brust, Oberkörper und Flanken - Alopezie – vermehrter, „mottenfraßähnlicher" Haarausfall - Komedonenbildung (Schuppung und Verstopfung der Talgdrüsen) - Atrophie (Gewebeschwund) der Epidermis (Oberhaut) und Verdickung der Dermis (Lederhaut) - Hyperkeratose (übermäßige Verdickung der Hornhaut) - Seborrhoe (Fett– und Schuppenbildung der Haut) - Hyperpigmentierung (Schwarzhaut) besonders am Nasenrücken, Rutenansatz, Brust, Flanken und an den Schenkelinnenfläche - sekundäre Pyodermie (eitrige Pustelbildung) - Myxödem (trockene, raue, wachsartige, blass–fahle, leicht eindrückbare Haut im Gesicht und an den Gliedmaßen – meist kombiniert mit trockenen, brüchigen Nägeln) 4.3 Immunsystem: - Chronische Immunschwäche (immer wiederkehrende Infektionen, Demodikose) 4.4 Herz & Kreislaufsystem: - Bradykardie (verlangsamte Herzschlagfolge) - EKG–Veränderungen - langsamer Puls - Herzinsuffizienz (Unvermögen des Herzens bei Belastung oder Ruhe effizient zu arbeiten) 4.5 Augen: - kristalline Hornhautablagerungen i.d.R. mit dem bloßen Auge sichtbar 4.6 Nervensystem: - Muskelschwäche - Bewegungsunsicherheit - Schluckbeschwerden und/oder Kehlkopflähmung - Störung der Hirnfunktionen - epileptische Anfälle 4.7 Fruchtbarkeit: - Libidoverlust - mangelnde Potenz - schlechte Samenqualität - Sterilität - Zyklusstörungen und Zyklen ohne stattfindenden Eisprung - Scheinträchtigkeit - Wehenschwäche - Fehlgeburten - verringerte oder aufgehobene Fruchtbarkeit (keine oder kleine Würfe <4 Welpen) - Totgeburten - angeborener oder erworbener Kretinismus (im Mutterleib erworbener Schilddrüsenhormonmangel des Fötus durch Schilddrüsenmangel der Mutter hat Entwicklungsstörungen am Skelett– und Nervensystem des Neugeborenen zur Folge) 4.8 Stoffwechsel: - Hypothermie (Untertemperatur) - Kälteempfindlichkeit und vermehrtes Wärmebedürfnis - Fettleibigkeit, trotz reduzierter Futtergabe - Wassereinlagerungen - erhöhte Cholesterinwerte (Blutfettwerte) - Anämie (Blutarmut) 4.9 Weitere Symptome: - "Verwesungsgeruch", der Hund müffelt und sondert einen faulen Geruch über Körper und Mund aus - Verstopfung - steifer Gang - Zehenschleifen - Gelenkschmerzen (Wassereinlagerungen) mit Schonung (aktiv und passiv) - Heiserkeit, krächzendes Bellen Zeigt der Hund mehrere der Symptome,
muss er unbedingt einem Veterinär vorgestellt werden.
Eine gründliche Anamnese und Diagnostik sollten folgen und
baldmöglichst eine Behandlung eingeleitet werden. Von einer
medikamentösen Substitutionstherapie seines Hundes nach gut
Dünken ohne exakte Ergebnisse ist selbstverständlich abzusehen,
da einerseits eine optimale Dosierung mit L–Tyhroxin nur in Absprache
mit dem behandelnden Veterinär anhand der Laborwerte
erfolgen kann und da es andererseits Krankheiten gibt, die klinische
Anzeichen einer Hypothyreose zeigen, jedoch keine "echten" Hypothyreosen
und unter dem Begriff NTI (Non–Thyroidal–Ilness)
oder ESS (Euthyroid–Sick– Syndrom) zusammengefasst
sind. Ursachen für NTI oder ESS können unter anderem Erkrankungen
der Leber und Nieren, Fieber, Nahrungskarenz, Medikamente und Diabetes
mellitus sein. Neuere Studien
zeigen, dass der TSH Referenzwert bei NTI = 0,02–1,32ng/ml ist (Radjai-Ordoubadi,2002). Es stehen verschiedene Methoden und Test zur Verfügung, aber nicht alle besitzen den gleichen Aussagewert und bedürfen in den meisten Fällen einer Überprüfung mit Hilfe des TRH–Stimulationstests. Es sei noch daraufhin gewiesen, dass der T4– oder fT4 Wert des jungen Hundes höher ist als beim adulten Tier, infolge der zellulären Metabolismen des Alterungsprozesses (Ferguson,1986). Ebenso wurde festgestellt, dass Hunde bis zu vier Monaten einen zwei bis vier mal höheren T4 Wert als erwachsene Hunde und große Hunderassen einen niedrigeren T4 Wert als kleine Hunderassen haben (Hämmerling,1989). 5.1 k–Wert Berechnung nach Larson (1988) Seit die Möglichkeit besteht, das TSH zu bestimmen und den TRH–Stimulations- test durchzuführen, hat die Bedeutung des durchzuführen, hat die Bedeutung des k–Wertes abgenommen. Er ist jedoch immer noch aussagekräftiger als die einmalige Basalwertbestimmung. Für die k–Wert Berechnung benötigt man den Cholesterinwert des nüchternen Hundes, da bei einer Hypothyreose sehr häufig erhöhte Blutfettwerte bestehen. Die Berechnung erfolgt dann nach der Formel: k–Wert = 9 x fT4 (ng/dl) – 0,0259 x Cholesterin (mg/dl) Definition:
Grenzwertige Ergebnisse sollten mit Hilfe der TSH Bestimmung und dem TRH–Stimmulationstest abgeklärt werden. 5.2 Basalwertbestimmung von T4 oder fT4Auch hier wird dem Hund nüchtern Blut entnommen und der T4 oder fT4 Wert bestimmt. Er wird sehr oft angewendet ist aber Auch hier wird dem Hund nüchtern Blut entnommen und der T4 oder fT4 Wert bestimmt. Er wird sehr oft angewendet ist aber auch sehr unzuverlässig und nicht immer aussagekräftig, da auch nicht thyreoidale Krankheiten und/oder Medikamente einen temporären (zeitlichen) Einfluss auf die Schilddrüsenkonzentration haben können. Auch hier kann der TRH–Stimulationstest hilfreich sein. 5.3 Szintigraphie Bei dieser nuklearmedizinischen Untersuchung wird dem Körper markiertes Jod zugeführt, das nach der Verteilung im Körper registriert wird. Bei einer primären Hypothyreose werden nur wenige oder keine Nukleide eingebaut und auf dem Bild sieht es aus, als wären keine Schilddrüsen vorhanden. So kann auch bei Tumorverdacht dessen Ausdehnung oder Metastasierung (Absiedlung bösartiger Zellen) erfasst werden. 5.4 Stimulationstest Die sicherste Methode zur Bestimmung der primären Hypothyreose ist der TSH– oder TRH–Stimulationstest, da dieser die Die sicherste Methode zur Bestimmung der primären Hypothyreose ist der TSH– oder TRH–Stimulationstest, da dieser die Fähigkeit der Hormonproduktion bzw. Hormonsekretion endokriner Organe prüfen kann. Der TSH–Test wird wegen der BSE Problematik (bovines – vom Rind – Material) so gut wie nicht mehr durchgeführt. Laut jüngsten Untersuchungen ist die Aussagekraft von TSH– und TRH–Test nahezu identisch (Kraft,1995). Die Bestimmung des caninen TSH ist ein großer Fortschritt in der Schilddrüsendiagnostik. Leider bleibt der TSH Wert bei 20 Prozent der hypothyreoten Hunde im Normalbereich (Nachweis durch Stimulationstest), was zur Annahme führt, dass der TSH–Test nicht alle Formen des TSH erfasst. Ein Makel mit dem die erstentwickelten human TSH–Tests auch behaftet waren (Laubeneck,2000). 5.4.1 TRH–Stimulationstest (dreimalig) – Profil 2 (wird immer am nüchternen Hund durchgeführt) Zur Diagnostik wird der fT4 Spiegel vor und nach der Applikation von TRH gemessen. Durch die TRH Gabe Zur Diagnostik wird der fT4 Spiegel vor und nach der Applikation von TRH gemessen. Durch die TRH Gabe kommt es beim gesunden Tier zur Sekretion (Ausscheidung) von TSH in der Hypophyse und nachfolgend zur Freisetzung von T4 und T3 in der Schilddrüse. Bei einer primären Hypothyreose können die Schilddrüsen trotz Stimulation durch TSH nicht genügend Hormone sezernieren was sich im fT4 Wert der Untersuchung zeigt. Die Arbeiten über den TRH–Stimulationstest zeigen, dass die Erfassung der Funktionen der Schilddrüsen nicht immer einfach durchzuführen sind. Erst die Messungen von verschiedenen Parametern nach der Stimulation mit TRH erlauben eine umfassende Beurteilung des Funktionszustandes der Schilddrüsen. Testverlauf (dreimalige fT4 Bestimmung): 1. Blutentnahme = Basalwertbestimmung des freien T4 und TSH 2. Injektion von 200µg des TRH stimulierenden Präparates 3. Zweite Blutentnahme: eineinhalb Stunden nach TRH Gabe – Bestimmung des fT4– und TSH Wertes 4. Dritte Blutentnahme: drei Stunden nach TRH Gabe – wiederum Bestimmung des fT4– und TSH Wertes Beurteilung – immer im Bezug zum Basalwert des fT4 und TSH - Beim gesunden Hund sind fT4 und TSH im Normbereich d.h. fT4 ist erhöht und TSH erniedrigt. - Beim gesunden Hund kann die vermehrte Ausschüttung von TSH mit TRH provoziert werden. - Beim gesunden Hund steigt nach zwei bis drei Stunden das TSH um mindestens 0,7µg/100ml oder um den 1,5fachen Basalwert. - Beim hypothyreoten Hund fällt der fT4 Basalwert tief und der TSH Basalwert hoch aus. - Beim hypothyreoten Hund bleibt das TSH trotz TRH Stimulation auf einem mehr oder weniger gleich hohen Nive 5.4.2 TRH Stimulationstest „light" (zweimalig) – Profil 1 (wird immer am nüchternen Hund durchgeführt) Dieses vereinfachte Vorgehen kommt mit zwei Blutentnahmen aus. Die Behauptung, dass er für die meisten Dieses vereinfachte Vorgehen kommt mit zwei Blutentnahmen aus. Die Behauptung, dass er für die meisten Abklärungen ausreicht, ist individuell zu überprüfen. Testverlauf (zweimalige fT4 Bestimmung): 1. Blutentnahme = Basalwertbestimmung für fT4 und TSH 2. Injektion von 200µg des TRH stimulierenden Präparates 3. Zweite Blutentnahme: drei Stunden nach TRH Gabe – Bestimmung des fT4– und TSH-Wertes Beurteilung – immer im Bezug zum Basalwert des fT4 und TSH - Beim gesunden Hund sind fT4 und TSH im Normalbereich d.h. fT4 ist erhöht und TSH erniedrigt. - Beim gesunden Hund kann die vermehrte Ausschüttung von TSH mit TRH provoziert werden. - Beim gesunden Hund steigt nach zwei bis drei Stunden das TSH um mindestens 0,7µg/100ml oder um den 1,5fachen Basalwert. - Beim hypothyreoten Hund fällt der fT4 Basalwert tief und der TSH Basalwert hoch aus. 5.5 Referenzbereiche Es gibt keine bundesweit einheitlichen Referenzbereiche für T4 oder fT4, da jedes Labor seine eigene Labortechnik und die Es gibt keine bundesweit einheitlichen Referenzbereiche für T4 oder fT4, da jedes Labor seine eigene Labortechnik und die dazugehörigen Auswertungsmodi besitzen. In Deutschland gibt es mehrere große Institute, die Blutanalysen durchführen, ohne die veterinärmedizinischen Praxen und Kliniken, die eigene Analysegeräte besitzen. Bei jeder Auswertung ist es deshalb sehr wichtig, die Referenzbereiche des Analysegerätes mitgeteilt zu bekommen. In der Regel sind diese auf dem Auswertungsbogen, den der Veterinär erhält, mit abgedruckt. Davon sollte der Besitzer oder die Besitzerin des Hundes eine Kopie erhalten. Nur im direkten Vergleich von Analyse und Referenzbereich kann eine zuverlässige Aussage über die Hormonproduktion der Schilddrüsen getroffen werden. Eine Ausnahme bildet der Referenzbereich des TSH, der zwischen 0,3–0,6ng/ml liegt. Als Beispiel
die Laborwerte unserer Do-Khyi-Hündin,
die
im Alter von 3,5 Jahren an Hypothyreose erkrankte.
1. Untersuchung am: 24.04.1996
Bewertung: Verdacht auf Hypothyreose Dosierung: tgl. 7. Tbl. à 300µg = 2100µg L–Thyroxin 2. Untersuchung am: 29.05.1996
Bewertung: a) hypothyreot: eindeutig – bei 3 Proben fT4 < 20 pmol/l b) fraglich: bei mindestens 1 Probe zwischen 20 und 25pmol/l c) euthyreot: bei mindestens 1 Probe fT4 >25pmol/l
Quelle: http://www.do-khyi-treff.de/1.18-Gesund.htm |
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